Jahrgang 1941

Die frühesten erhaltenen Zeugnisse meiner lange währenden Beschäftigung mit der Fotografie stammen aus dem Jahr 1952, aufgenommen mit einer Agfa Isolette mit Faltbalgen, Format 6 x 6 cm, die sich noch heute in meinem Besitz befindet. Ich erinnere mich gut an die Aufregung, die ich in jungen Jahren beim Gang zum Fotoladen in München empfand, wenn ich meine Bilder abholen konnte.

Für die Entwicklung der digitalen Technik bin ich außerordentlich dankbar, sie kommt meiner Experimentierfreudigkeit und meiner Ungeduld nach raschen Ergebnissen entgegen und eröffnet ein weites Spielfeld der Nachbearbeitung am Computer.

Einen besonderen Reiz stellt für mich die Wahrnehmung des Alltäglichen dar, die Poesie des Banalen. Ich finde es spannend, Bekanntes mit neuen Augen zu sehen und das Naheliegende zu entdecken.

Manchmal lasse ich mich beim Fotografieren gerne treiben und warte darauf, dass die Dinge auf mich zukommen. Aber ich liebe es auch, zu arrangieren oder zu inszenieren. Und manchmal gibt es dieses besonderen Glücksgefühl, wenn die Kamera im rechten Augenblick zur Hand ist, wenn es gelingt, den besonderen Moment festzuhalten.